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Janssen Special Award 2017

Janssen Special Award 2017 verliehen

Bereits zum fünften Mal wurde heuer der Janssen Special Award vergeben. Mit diesem Preis werden jährlich Projekte ausgezeichnet, die zur Verbesserung von medizinischen Therapien beitragen. Der heurige Preisträger ist die Medizinische Universität Graz mit ihrem Projekt zur Früherkennung von Therapieresistenzen bei Prostatakrebs.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Männern. Jährlich erhalten rund 4.500 Männer in Österreich die Diagnose und jeder vierte stirbt daran. Die Medizinische Universität Graz hat nun eine Methode entwickelt, bei der ein Sensor direkt in die Armvene eingeführt wird und auf diese Weise therapierelevante Biomarker isoliert werden können. Damit soll eine optimale Behandlungsstrategie für den Patienten gefunden werden. 

Prostatakrebs steht in Verbindung mit dem Androgenrezeptor. Liegt nun eine Fehlregulierung dieses Rezeptors vor, entsteht Krebs. Antihormontherapien können diese Fehlregulierung zwar beheben, doch entwickeln manche Patienten eine Therapieresistenz und die Krankheit schreitet weiter voran. Der neu entwickeltee Biomarker-Test zeigt nun, ob eine solche Resistenz vorliegt und eine Änderung der Standardtherapie notwendig ist. 

Die von der Medizinischen Universität Graz entwickelte Methode basiert auf DNA-Fragmenten und umgeht somit die invasiven Nadelbiopsien. Vielmehr wird der Biomarker direkt aus dem Blut des Patienten isoliert. Damit ist auch die kontinuierliche Verlaufskontrolle während der Therapie gewährleistet. Das geschieht ähnlich wie eine Blutabnahme. Dem Patienten wird mit dieser Methode eine personalisierte Therapie ermöglicht. 

Der Janssen Special Award ist mit 4.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der life-science-sucess verliehen. 

Weitere Informationen:
life-science-sucess