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Umfrage Psychiater

Forschungsergebnisse für offeneren Dialog zwischen Psychiatern und Schizophrenie-Patienten

Europaweite Studie zeigt auf, dass ein Drittel der Psychiater Gespräche über Behandlungsoptionen zu lange hinausschiebt.

(Wien, 21.12.2017) – Eine von Janssen unter 347 Psychiatern in acht europäischen Ländern durchgeführte Studie ergab, dass 34 Prozent der Psychiater Patientengespräche über Behandlungsmöglichkeiten zu lange hinausschieben und 22 Prozent diese Diskussion einschränken, um die Patienten-Arzt-Beziehung nicht zu gefährden. Das liegt daran, dass für den überwiegenden Großteil der Psychiater (80 Prozent) der Aufbau einer engen und vertrauensvollen Beziehung mit ihren Patienten im Mittelpunkt steht.

Diese neuen Erkenntnisse zusammen mit bisherigen Studien erklären, warum viele Schizophrenie-Patienten nicht alle Behandlungsmöglichkeiten kennen.1,2 Im vergangenen Jahr ergab eine Umfrage unter 166 Schizophrenie-Patienten, dass mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Meinung war, nicht über alle Optionen unterrichtet worden zu sein und 23 Prozent waren mit ihrer Medikation unzufrieden.3

„Es ist wichtig, dass Schizophrenie-Patienten ausführlich über die für sie geeignete Behandlung informiert werden. Nur damit können sie trotz Krankheit ein erfülltes Leben führen“, erklärt Dr. Natascha Moriconi, Medical Director Janssen.

Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die positiven Perspektiven, die Psychiater für die Zukunft ihrer Patienten sehen, gelegt werden. Die meisten (85 Prozent) sind der Meinung, dass Patienten, die in Behandlung bleiben, funktionsfähige Beziehungen haben können, und 71 Prozent glauben, dass Patienten in Behandlung ein erfülltes Leben führen können.

Janssen hat eine lange Geschichte in der Neurowissenschaft und engagiert sich dafür, Menschen mit psychischen Krankheiten das Leben zu erleichtern. Vor mehr als 60 Jahren entdeckte Janssen eine der ersten Behandlungsmethoden für Schizophrenie. Seither ist das Unternehmen bemüht, innovative Therapien zu entwickeln, um den Bedürfnissen von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen entgegenzukommen.

Über die Umfrage
Die "Open Minds"-Umfrage wurde von Janssen in Auftrag gegeben, um die Diskussionen zur Behandlung zwischen Psychiatern und Schizophrenie-Patienten genauer zu untersuchen. Die Umfrage präsentiert außerdem die Perspektive des Arztes zu bisherigen Umfragen unter Patienten und Pflegepersonen, in denen es um die Kenntnisse der verfügbaren Behandlungsoptionen und die Zufriedenheit damit ging. Die Umfrage wurde von der Marktforschungsagentur Cello Health Insights unter 347 Psychiatern aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Schweden und der Türkei durchgeführt. Die Teilnehmer an dieser Online-Umfrage hatten zwischen drei und 35 Jahren Praxiserfahrung und behandelten mindestens 20 Schizophrenie-Patienten pro Monat (mindestens zehn in Schweden und Ungarn).

Über Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine komplexe, chronische psychiatrische Erkrankung. Sie kann mit Symptomen wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen fehlender emotionaler Reaktion, sozialem Rückzug/Depression, Apathie und Antriebslosigkeit einhergehen und hierdurch alle Bereiche des täglichen Lebens beeinträchtigen. Weltweit findet sich eine ähnliche Krankheitshäufigkeit: Ungefähr eine von 100 Personen entwickelt eine Schizophrenie vor dem 60. Lebensjahr; dabei ist das Risiko für Männer etwas höher. In Österreich leidet rund ein Prozent der Bevölkerung an der Krankheit. Schizophrenie kann nicht auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden. Man geht davon aus, dass ihre Entwicklung durch verschiedene Faktoren begünstigt wird. Genetischen und Umweltfaktoren scheint dabei besondere Bedeutung zu zuzukommen.

Über Janssen-Cilag
Die Janssen Pharmaceutical Companies von Johnson & Johnson streben danach, die wichtigsten bislang unbeantworteten medizinischen Fragestellungen unserer Zeit in den Bereichen Onkologie, Immunologie, Neurowissenschaften, Infektionskrankheiten sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen zu lösen. Mit seiner Pharmasparte zählt Johnson & Johnson weltweit zu den zehn größten Pharmaunternehmen. 2016 hat der Konzern rund 6,9 Milliarden US-Dollar in die Pharmaforschung investiert. In Österreich ist Janssen mit einer Niederlassung vertreten, die sich vorrangig auf Vertrieb und klinische Forschung konzentriert. Weitere Informationen zum Unternehmen in Österreich finden Sie unter www.janssen.com/austria.

 
Footnotes:
  1. Heres S, Reichhart T, Hamann J et al. Psychiatrists' attitude to antipsychotic depot treatment in patients with first-episode chizophrenia. Eur Psychiatry. 2011 Jul-Aug;26(5):297-301.
  2. Potkin S, Bera R, Zubek D et al. Patient and prescriber perspectives on long-acting injectable (LAI) antipsychotics and analysis of in-office discussion regarding LAI treatment for schizophrenia. BMC Psychiatry 2013 Okt;13:261.
  3. Maria C, Hargarter L, Wooller A et al. Awareness of and satisfaction with available treatment options in schizophrenia: Results from a survey of patients and caregivers in Europe. Poster-Präsentation auf der EPA 2017, 4. April 2017, Florenz, Italien.