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Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung
Innovationen

Als forschendes Gesundheitsunternehmen stellen wir die Weichen für die Zukunft und entwickeln innovative Arzneimittel und Behandlungskonzepte. Durch umfangreiche medizinische Forschungsarbeit tragen wir dazu bei, einige der schwersten Krankheiten zu heilen oder zu lindern. Unsere Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf die Bereiche Immunologie, Infektionskrankheiten, Psychiatrie und Onkologie .

Forschung und Entwicklung

Ob im Kampf gegen Krebs, Aids oder Alzheimer – in unserem internationalen Unternehmensverbund investieren wir jährlich mehrere Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

Weltweit arbeiten bei Janssen rund 40.000 Mitarbeiter, davon mehr als 3.000 in der Forschung & Entwicklung. Allein in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) betreiben wir acht Forschungs- und Entwicklungszentren sowie zehn Produktionsstätten für unsere Arzneimittel. In Deutschland steht die klinische Forschung im Mittelpunkt: In Neuss testen rund 60 Mitarbeiter die Wirksamkeit und die Verträglichkeit neuer Medikamente.

„Die Frage unseres Gründers Dr. Paul Janssen – „Was gibt es Neues?" – ist Ansporn und Motivation für unsere Forschung und Entwicklung.“

Dr. Michael von Poncet, Geschäftsführer und Medizinischer Direktor Janssen Deutschland

Wir setzen auf Innovation

Die Arzneimittelentwicklung braucht einen langen Atem: Der Prozess von der ersten Idee bis zur Marktreife eines neuen Arzneimittels kann zehn Jahre und länger dauern. Von rund 5.000 möglichen Wirkstoffen ist durchschnittlich am Ende nur ein einziger geeignet, Patienten zu helfen.

Bereits unser Firmengründer Dr. Paul Janssen entwickelte mit seinem Team zahlreiche wegweisende Arzneien. Sein Erfindungsgeist dient uns weiterhin als Vorbild und Motivation. Bis heute ist es Janssen-Forschern gelungen, mehr als 80 neue Medikamente zur Marktreife zu bringen. 11 davon stehen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Unsere Entwicklungen auf der WHO-Liste für unverzichtbare Arzneimittel im Überblick:
Substanz Anwendungsgebiet
Haloperidol Psychosen
LevamisolBehandlung von Fadenwürmern in der Tiermedizin
MebendazolWurmerkrankungen
MiconazolPilzerkrankungen der Haut und der Schleimhäute
RisperidonPsychosen
DarunavirHIV
BedaquilineTuberkulose
SimeprevirHepatitis C
LevofloxacinBehandlung von Atemwegserkrankungen
QuinvaxemMehrfachimpfstoff
BendamustinBehandlung neoplastischer Erkrankungen
Wir stellen die Weichen für die Zukunft

Neben der Entwicklung neuer Arzneimittel setzen wir uns dafür ein, die Patientenversorgung zu optimieren. Wir sind davon überzeugt, dass Medikamente in passgenaue Therapiekonzepte eingebettet sein müssen, um den größten Mehrwert für Patienten zu erzielen. Deshalb erarbeiten wir gemeinsam mit allen Akteuren, die an der Versorgung beteiligt sind, innovative Lösungen.

Arzneimittelentwicklung auf einen Blick

Auf dem langen Weg zur Marktreife durchläuft ein neues Medikament zahlreiche Entwicklungsstufen:

  • Recherchieren: Die Suche nach einem neuen Wirkstoff beginnt damit, Informationen zu sammeln. Unsere Experten verschaffen sich einen genauen Überblick über den aktuellen Wissensstand in einem Forschungsgebiet. Dazu greifen sie unter anderem auf die weltweit wichtigsten chemischen und medizinischen Datenbanken zurück.
  • Molekülmodelle entwickeln: Spezielle Computerprogramme machen es möglich, neue chemische Verbindungen und Wirkstoffe zunächst auf dem Bildschirm darzustellen und ihre Eigenschaften zu berechnen. Die Herstellung neuer Verbindungen, die an Rezeptorstellen binden, wird als Molecular Modeling bezeichnet, also molekulare Modellierung. Dank der digitalen Simulation erhalten unsere Forscher eine erste Vorstellung von möglichen Wirkungsweisen der jeweiligen Substanz.
  • Synthetisieren und analysieren: Täglich erzeugen wir etwa 30 neue Substanzen, die wir in unseren Analyse-Abteilungen auf Zusammensetzung, Struktur und Reinheit untersuchen. Tausende neuer chemischer Verbindungen nehmen wir jährlich genau unter die Lupe, am Ende erhalten nur sehr wenige den Status eines zugelassenen Arzneimittels.
  • Wirkungen ermitteln (Pharmakologie): Unsere Pharmakologen beginnen mit der eigentlichen Suche nach der therapeutischen Wirkung einer neuen Substanz. Wo möglich, verzichtet Janssen dabei auf Tierversuche und arbeitet zunehmend mit Zellkulturen oder noch kleineren Einheiten, den so genannten subzellulären Strukturen.
  • Abläufe im Körper untersuchen: Nun gilt es zu klären, welche Wirkung die neue Substanz auf den Organismus hat: Welche Mengen nehmen die Leber, der Magen oder das Hirn auf? Wie gelangt der Stoff an seinen Wirkungsort? Und wie wird er wieder aus dem Körper ausgeschieden? Diese Fragen beantworten unsere Experten für Pharmakokinetik und Pharmakodynamik.
  • Sicherheit prüfen (Toxikologie): Anschließend erforschen unsere Toxikologen mögliche Nebenwirkungen sowie kurz- und langfristige Wirkungen der neuen Substanz. Ziel ist es, die Unbedenklichkeit zu klären, beispielsweise im Hinblick auf potenzielle krebserregende oder erbgutverändernde Risiken. Die Sicherheit von Arzneimitteln hat für Janssen oberste Priorität – dementsprechend sind diese Untersuchungen besonders aufwändig und nehmen mitunter viel Zeit in Anspruch.
  • Klinische Studien starten: Der nächste Schritt erfordert ebenfalls viel Zeit: Wir prüfen, ob die neue Substanz wirksam und verträglich für den Menschen ist. Zu diesem Zweck führen wir vierstufige klinische Studien durch, die mehrere Jahre dauern. Im Durchschnitt besteht nur jedes fünfte Medikament diese Testphase.
  • Zulassung beantragen: Sobald Janssen den Beweis erbracht hat, dass die neue Substanz wirksam und sicher ist, beginnt das Zulassungsverfahren – die zuständigen staatlichen Behörden müssen grünes Licht geben.
  • Produktion aufnehmen: Wenn die Zulassungsbehörden das neue Medikament genehmigt haben, kann die industrielle Produktion starten. Bei der Herstellung eines Präparates erfüllt Janssen strenge Auflagen zur Reinheit, Sicherheit und Qualität.
  • Medikament einführen: Die Einführung eines neuen Medikaments im Markt ist der vorläufig letzte Schritt – doch für Janssen hört die Arbeit hier nicht auf: Wir beobachten die Verträglichkeit und Sicherheit unserer Medikamente, forschen an ihrer Wirksamkeit und suchen nach möglichen weiteren Anwendungsgebieten.
Weitere Informationen

Vom Molekül zum Arzneimittel
Infografik mit Hintergründen zur Entstehung eines Arzneimittels

vfa.de
Ein anschaulicher Einblick in die Entwicklung von Medikamenten durch den Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa)