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Chronische Lymphatische Leukämie

Chronische Lymphatische Leukämie

Was ist Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)?

Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist eine Störung der Blutbildung, bei der sich die Lymphknoten langsam vergrößern. Bei einer CLL vermehren sich funktionsunfähige weiße Blutkörperchen (B-Lymphozyten) ungebremst. Sie lagern sich häufig in Knochenmark, Lymphknoten, Milz und Leber an, sind aber meistens vor allem im Blut nachweisbar. Diese funktionsunfähigen weißen Blutkörperchen können gesunde Zellen im Knochenmark verdrängen und somit die Blutbildung stören.

Die CLL ist der häufigste Blutzellkrebs bei Erwachsenen in der westlichen Welt. In Deutschland werden pro Jahr etwa 5000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Männer sind häufiger betroffen als Frauen: Die Neuerkrankungsrate liegt bei Männern bei ca. 7, bei Frauen bei ca. 5 pro 100.000 Einwohnern. Betroffen sind vor allem ältere Patienten ab 70 Jahren.

So äußert sich Chronische Lymphatische Leukämie: Symptome

Fast immer sind die Patienten zu Beginn beschwerdefrei. Folgende Symptome können auf eine CLL hindeuten:

  • Geschwollene Lymphknoten
  • Leber- und Milzvergrößerung
  • Nachtschweiß
  • Gewichtsverlust
  • Fieber  
  • Blutungs- und Infektionsneigung

Diese Symptome können jedoch auch auf eine andere Erkrankung hindeuten. Zur Klärung sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden, der durch unterschiedliche Diagnoseverfahren die vorliegende Erkrankung feststellen und die richtige Therapie einleiten kann.

Chronische Lymphatische Leukämie erkennen: Diagnose

Da die Patienten meistens beschwerdefrei sind, erfolgt die Diagnose oft durch Zufall bei Standarduntersuchungen wie beispielsweise Routine-Blutbildkontrollen, bei der eine erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen auffällt.

Im Verdachtsfall wird eine Basisdiagnostik durchgeführt, die eine körperliche Untersuchung und Überprüfung verschiedener Blutwerte umfasst. Zusätzlich können eine Knochenmarkpunktion, Lymphknotenbiopsie, eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten im Bauchraum und eine Chromosomenanalyse (zytogenetische Untersuchung) vorgenommen werden, um eine Diagnose stellen zu können.

Leben mit Chronischer Lymphatischer Leukämie: Behandlung und Verlauf

Die Chronische Lymphatische Leukämie beginnt schleichend und schreitet meist langsam fort. In frühen Stadien kann es ausreichen, zunächst auf eine Behandlung zu verzichten und in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, wie sich die Erkrankung entwickelt. Bei dieser Strategie des Beobachtens und Abwartens, auch „watch & wait“ genannt, wird eine Behandlung erst dann eingeleitet, wenn Symptome auftreten und/oder bestimmte diagnostische Werte erreicht werden.

Aktuelle Therapiemöglichkeiten sind Chemotherapie, Immuntherapie, zielgerichtete Therapien und Stammzelltransplantationen.

Der Verlauf der Erkrankung ist abhängig davon, wie schnell sie voranschreitet, vom genetischen Profil, vom Alter und vom allgemeinen gesundheitlichen Zustand des Patienten.

Häufige Fragen

  1. Welche Risikofaktoren beeinflussen die Entstehung der Erkrankung?
    Die Ursache für die Entstehung einer CLL ist nicht abschließend geklärt. Mögliche Risikofaktoren sind genetische Veränderungen durch organische Lösungsmittel, zum Beispiel Benzol, oder eine familiäre Veranlagung.
  2. Ist CLL heilbar?
    Nach aktuellem Stand ist die CLL in der Regel nicht heilbar. In Ausnahmefällen kann eine Chance auf Heilung nach einer allogenen Stammzell-Transplantation bestehen.

 

Unsere Angebote für Patienten

Krebsratgeber mit Informationen zur Vorsorge und unterschiedlichen Krankheitsbildern sowie zum Leben mit Krebs und zur Suche nach einem Arzt in der Umgebung
Krebsratgeber

Ein Patient berichtet von seinem Leben mit Chronischer Lymphatischer Leukämie.
Mehr leben im Leben

 

Weitere Informationen

Patientenratgeber Leukämie von der Stiftung Deutsche Krebshilfe
Krebshilfe

Detaillierte Hintergrundinformationen zu Behandlungsmöglichkeiten für Non-Hodgkin-Lymphome von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Krebsgesellschaft

Ratgeber für CLL-Patienten und deren Angehörige
Leukämie-Hilfe

 

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.