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Hepatitis C

Hepatitis C

Das Krankheitsbild

Hepatitis C (von griech. Hepar = Leber) ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis C-Virus verursacht wird. Die akute Infektion führt nur selten zu Symptomen und kann bei etwa 20 Prozent der Betroffenen in den ersten Monaten selbst ausheilen. In bis zu 80 Prozent der Fälle wird die Infektion jedoch chronisch. Hepatitis C ist nach Hepatitis A und B die häufigste infektiöse Erkrankung der Leber. Weltweit leiden etwa 130 bis 150 Millionen Menschen an einer chronischen Hepatitis C.

Hepatitis C wird über infiziertes Blut übertragen, wenn dieses in die Blutbahn oder die Schleimhäute eines Gesunden eindringt. Vor 1992 wurde das Virus aufgrund infizierter Blutprodukte häufig bei Bluttransfusionen oder bei Organtransplantationen übertragen. Seither schließt die standardisierte Kontrolle von Blutkonserven diesen Infektionsweg nahezu aus. Heute wird das Virus vor allem durch die gemeinsame Benutzung von infizierten Nadeln oder sexuellen Kontakt mit Hepatitis-C-Patienten übertragen.

Diagnose und Verlauf

Eine Hepatitis-C-Infektion wird durch einen Bluttest diagnostiziert. Von Fall zu Fall verläuft die Erkrankung unterschiedlich. Im akuten Stadium, das heißt in den ersten Monaten einer Infektion, haben Patienten häufig keine eindeutigen Krankheitszeichen. Möglicherweise wissen Infizierte auch jahrzehntelang nicht, dass sie sich mit Hepatitis C angesteckt haben. Während der folgenden chronischen Infektionsphase sind Erschöpfung und Müdigkeit die häufigsten Symptome. Weitere Beschwerden sind beispielsweise Gewichtsverlust, leichter Druck im Oberbauch oder Konzentrationsstörungen. Sehr häufig zeigen sich auch grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Schweißausbrüche. Bei einem Drittel der infizierten Personen verfärben sich Haut und Bindehaut des Auges im Laufe der Hepatitis C-Infektion gelb, was umgangssprachlich auch als Gelbsucht bezeichnet wird. Langfristig können sich schwerwiegende Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs entwickeln.

Behandlung

Es gibt sechs verschiedene Formen des Hepatitis-C-Virus, auch Genotypen 1 bis 6 genannt. Der Genotyp 1 – der in Europa am weitesten verbreitet ist – lässt sich am schwierigsten behandeln. Eine Impfung gegen Hepatitis C ist nicht möglich, grundsätzlich ist die Erkrankung aber heilbar

Weitere Informationen

leberhilfe.org
Website der Deutsche Leberhilfe e.V., eine Patientenorganisation, die sich als Informationsschnittstelle zwischen Ärzten und Leberpatienten versteht

rki.de
Online-Präsenz des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung zur  Krankheitsüberwachung und -prävention

hepatitis-c.de
Informationsplattform des Deutschen Hepatitis-C-Forums e.V., eine Selbsthilfegruppe, die Betroffene und Angehörige unterstützt

worldhepatitisalliance.org
Website der World Hepatitis Alliance, eine internationale Vereinigung, der etwa 180 Patientenorganisationen weltweit angehören

who.int/mediacentre/factsheets/fs164/en/
Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Hepatitis C

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.