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HIV/AIDS

HIV/AIDS

Was ist Aids/HIV?

Die Abkürzung Aids steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, also erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom. Aids ist eine Krankheit, die durch das Human Immunodeficiency Virus (Menschliches Immunschwäche-Virus, abgekürzt HIV) verursacht wird. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte. Ausgelöst durch die geschwächte Abwehr ist der Körper der HIV-infizierten Patienten anfällig für zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen, beispielsweise schwere Formen der Lungenentzündung, ausgedehnten Pilzbefall oder Tuberkulose. Erst in diesem Stadium spricht man dann von Aids. Eine HIV-Infektion kann nicht geheilt, aber mittlerweile gut behandelt werden. Laut Schätzungen von UNAIDS, einem Projekt der Vereinten Nationen, das Aktivitäten zur Bekämpfung der Krankheit koordiniert, leben heute weltweit 36,7 Millionen Menschen mit HIV und Aids. Von ihnen haben nur etwa 19,5 Millionen Zugang zu HIV-Medikamenten.

So äußert sich eine akute HIV-Infektion:

Häufig auftretende Symptome sind:

  • Lymphknotenschwellungen
  • Nachtschweiß
  • Hautveränderungen
  • Pilzerkrankungen

Die akute Infektion wird jedoch häufig nicht erkannt, da oft andere virale Erkrankungen („Grippe“) für die Symptome verantwortlich gemacht werden.

Eine frühe Diagnose hat aus mehreren Gründen große Bedeutung: So werden wahrscheinlich etwa 50 % aller Neuinfektionen durch frisch infizierte Patienten verursacht.

HIV erkennen: Diagnose

Ob eine Infektion mit dem HI-Virus vorliegt, lässt sich mit einem HIV-Test herausfinden. Die heute üblichen Testverfahren weisen HIV-Antikörper im Blut nach, also bestimmte Proteine, die das Immunsystem selbst als Abwehrreaktion auf die Viren bildet.

Leben mit HIV: Behandlung und Verlauf

Der Krankheitsverlauf ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Infiziert sich ein Mensch mit dem HI-Virus, führt das heute nicht mehr zwangsläufig zu Aids. Früh eingesetzt, können Medikamente die Krankheit stoppen. Allerdings macht sich das Virus in den ersten Monaten oder Jahren oft kaum oder gar nicht bemerkbar. Viele Menschen, die es in sich tragen, erfahren deshalb erst dann von ihrer HIV-Infektion, wenn sie schwer krank werden. Wird dies nicht mit Medikamenten behandelt, können Patienten Lungenentzündungen und auch bestimmte Krebsarten entwickeln.

Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Wird sie jedoch frühzeitig erkannt und konsequent behandelt, muss eine HIV-Infektion heute nicht mehr tödlich enden. Die Erkrankung wird in der Regel mit einer Kombinationstherapie behandelt: Mehrere Medikamente sollen das Virus davon abhalten, sich zu vermehren. Das wichtigste Ziel der Therapie ist es, das Leben der Erkrankten bei möglichst guter Gesundheit zu verlängern.

Häufige Fragen

  1. Ist Aids/HIV heilbar?
    Nein, die Krankheit ist nicht heilbar. Wird sie frühzeitig erkannt und behandelt, haben HIV-Patienten jedoch nahezu die gleiche Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV-Infektion.
  2. Wie überträgt sich Aids/HIV?
    HIV ist im Vergleich zu anderen Viruserkrankungen relativ schwer übertragbar.  Die Übertragung erfolgt über infektiöse Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma. Am häufigsten wird HIV beim ungeschützten Geschlechtsverkehr weitergegeben oder durch die gemeinsame Benutzung von Spritzen beim Drogenkonsum.
    Eine HIV-infizierte Person gibt das Virus nicht weiter, wenn die folgenden drei Bedingungen erfüllt sind:
    • Die ART wird eingehalten und durch den behandelnden Arzt überwacht.
    • Die Viruslast liegt seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze
    • Es bestehen keine Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Erregern (EKAF Statement 2008).
  3. Kann sich Aids auf ein ungeborenes Kind übertragen?
    Die HIV-Infektion des Neugeborenen ist in Westeuropa seit der Einführung der antiretroviralen Transmissionsprophylaxe selten geworden. Heute beträgt die perinatale HIV-Transmissionsrate in Europa nur noch weniger als 1 %. HIV-Infektionen post partum sind vermeidbar, sofern HIV-infizierte Mütter nicht ohne Prophylaxe stillen.

 

Unsere Angebote für Patienten

Online-Plattform MyMicroMacro für HIV-Patienten und Angehörige mit maßgeschneiderten Informationen, Tipps und Adressfinder
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Patienten erzählen von der Diagnose Aids/HIV und ihrem Leben mit der Krankheit
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Weitere Informationen

Website der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.
Deutsche AIDS-Hilfe

Überblick über die Beratungsangebote der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.
Beratungsangebote

Kampagne LIEBESLEBEN der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
LIEBESLEBEN

Website der Stiftung Akademie Waldschlösschen, die Informationsveranstaltungen für Betroffene zum Thema HIV anbietet
Akademie Waldschlösschen

Informationen zu aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen von Betroffenen für Betroffene
Projekt Information e.V.

Internetauftritt von UNAIDS, einem Projekt der Vereinten Nationen, das Aktivitäten zur Bekämpfung der Krankheit koordiniert
UNAIDS

 

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.