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Schmerz

Schmerz

Das Krankheitsbild

Mediziner unterscheiden zwischen akuten und chronischen Schmerzen. Der akute Schmerz hat eine wichtige Warn- und Schutzfunktion für den Körper. Dagegen sind chronische Schmerzen eine eigenständige Erkrankung, an der in Deutschland mehr als 15 Millionen Menschen leiden, so die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.. Zu den häufigsten chronischen Schmerzarten gehören Rücken-, Kopf-, Nerven- und Tumorschmerzen. Hinzu kommen rheumatische Schmerzen und Osteoporose-Schmerzen.

Diagnose und Verlauf

Für die Diagnose einer chronischen Schmerzerkrankung sind aufwändige Untersuchungen erforderlich. Von Fall zu Fall können unter anderem so genannte Schmerzfragebögen und Schmerztagebücher zum Einsatz kommen.

Die Krankheitsverläufe sind je nach Schmerzform sehr unterschiedlich. Häufig leiden die Betroffenen unter Dauerschmerz und sind im Alltag zunehmend körperlich eingeschränkt. Dies geht oft einher mit depressiver Stimmung, angstvollen Gedanken, Schlafstörungen und verminderter Konzentration.

Behandlung

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen verspricht oft eine Kombination verschiedener Verfahren den größten Erfolg. Neben Medikamenten können auch psychologische Behandlungsformen und Bewegungstherapie zum Einsatz kommen.

Fachleute kritisieren, dass viele Schmerzpatienten keine ausreichende Therapie erhalten und wirksame Medikamente zu selten eingesetzt werden. Bei über 50 Prozent aller Menschen mit chronischen Schmerzen dauert es mehr als zwei Jahre, bis sie eine ausreichend wirksame Schmerzbehandlung erhalten, wie die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. feststellt.

Für die medikamentöse Schmerztherapie hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein spezielles Stufenschema entwickelt. Danach unterscheidet die WHO drei Kategorien von Schmerzmitteln: Bei leichten Schmerzen verordnet der Arzt Schmerzmittel der Stufe I wie Acetylsalicylsäure. Wenn damit keine ausreichende Linderung der Schmerzen zu erreichen ist, kommen schwach wirksame Opioide der Stufe II zum Einsatz. Bei starken Schmerzen schließlich setzt man auf stark wirksame Opioide der Stufe III, etwa Fentanyl, Morphin oder Hydromorphon.

Weitere Informationen

forum-schmerz.de
Website des Deutschen Grünen Kreuzes e.V., eine Vereinigung zur Förderung der gesundheitlichen Vorsorge und Kommunikation

schmerzliga.de
Internet-Portal der Deutschen Schmerzliga e.V., eine Organisation für Patienten mit chronischen Schmerzen

dgss.org
Online-Präsenz der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., eine wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung der Schmerzforschung in Deutschland

stk-ev.de
Website der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., eine medizinische Fachgesellschaft für Schmerztherapie

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.