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Wenn Depression zum Begleiter wird

Wenn Depression zum Begleiter wird: HIV-Patienten besonders gefährdet
07. April 2017

Die WHO hat den diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April unter das thematische Dach „Depression“ gestellt. Allein in Deutschland leiden laut WHO ca. 4,1 Millionen Menschen an Depressionen. Rund die Hälfte aller Depressionen bleibt – vor allem wegen der damit verbundenen Stigmatisierung – unbehandelt. Dabei oft unterschätzt: Depressionen treten häufig als Begleiterkrankung chronischer Krankheiten auf. Beispielsweise sind HIV-Patienten besonders gefährdet, davon betroffen zu sein.

Laut Informationen der Aidshilfe Köln leiden 40 Prozent aller HIV-Patienten unter den Symptomen einer depressiven Episode, bei 26 Prozent liegt eine schwere Depression vor. Dadurch steigt bei den Betroffenen nicht nur die Wahrscheinlichkeit, die Einnahme ihrer HIV-Medikamente zu vergessen und damit die Therapie zu gefährden, sondern auch das Suizidrisiko. Bei HIV-Patienten liegt die Suizidrate aktuell über der von Krebspatienten.

„Unbehandelt kann eine depressive Erkrankung in vielen Fällen chronisch werden. Die meisten Patienten kommen leider erst zu uns, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist. Dabei können Depressionen durch geeignete Therapien überwunden werden. Wir wünschen uns, dass Betroffene sich viel früher trauen, mit einem Arzt über ihre Probleme zu sprechen“, berichtet Dr. Steffen Heger, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Köln, aus seiner langjährigen Erfahrung mit HIV-Patienten.

Um HIV-Patienten den Umgang mit ihrer Krankheit zu erleichtern, hat das forschende Pharma-Unternehmen Janssen gemeinsam mit medizinischen Experten das Informationsportal My MicroMacro (www.my-micromacro.net) entwickelt. Bereits seit zehn Jahren ist Janssen in der HIV-Forschung aktiv. Auf der Plattform können Patienten für ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte Informationen abrufen, sich mit anderen Betroffenen vernetzen und austauschen, über HIV informieren und ihre persönliche Fragen direkt an Experten wie Dr. Steffen Heger stellen. Ein aktueller Schwerpunkt des Portals ist das Themenfeld „HIV und Psyche“, mit Informationen über mögliche Stressfaktoren und häufige Krankheitsbilder sowie zu Therapieoptionen. Die Plattform liefert zudem konkrete Tipps für die Therapeutensuche, die Finanzierung oder das Antragsverfahren für Psychotherapien.