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ADHS

ADHS

Krankheitsbild

Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Dahinter verbirgt sich eine der häufigsten psychiatrischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Etwa fünf bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen leben mit der Diagnose ADHS. Doch auch vier Prozent der Erwachsenen sind davon betroffen.1) Sie alle leiden unter Störungen der Aufmerksamkeit und motorischer Unruhe, ausgelöst durch eine neurobiologische Funktionsstörung im Gehirn. Diese Störungen können Krankheitswert erreichen. Charakteristisch für ADHS sind folgende drei Hauptsymptome

  • Hyperaktivität (übersteigerter Bewegungsdrang)

  • Unaufmerksamkeit (gestörte Konzentrationsfähigkeit)

  • Impulsivität (unüberlegtes Handeln)

Die einzelnen Symptome können unterschiedlich ausgeprägt sein und müssen nicht immer alle gleichzeitig auftreten. In Anspielung auf den typischen Bewegungsdrang vieler ADHS-Kinder heisst die Krankheit im Volksmund auch «Zappelphilipp-Syndrom». Die Ausprägung der Erkrankung, bei der sich keine hyperaktiven Verhaltensweisen beobachten lassen, sondern nur Aufmerksamkeitsstörungen vorliegen, bezeichnet man als ADS.

Behandlung

Die drei wichtigsten Säulen der ADHS-Behandlung sind:

  • Psycho-/Verhaltenstherapie

  • Einsatz von Medikamenten

  • pädagogische Massnahmen (Eltern-, Lehrertraining)

Ob von Fall zu Fall verhaltenstherapeutische Massnahmen ausreichen und wie die Behandlung aufgebaut wird, richtet sich vor allem danach, wie stark die Symptome ausgeprägt sind. Dafür ist eine sorgfältige Diagnose durch eine erfahrene Ärzteschaft notwendig. Auch der Leidensdruck des Kindes oder Jugendlichen mit ADHS und seiner Familie sowie des Erwachsenen mit ADHS spielt eine mitbestimmende Rolle. Die Entscheidung darüber, welche Therapie individuell angemessen ist, kann nur der behandelnde Arzt treffen.

Patientenorganisationen

Adhs20plus  https://adhs20plus.ch/de/

 

1)  Quelle: adhs20+, https://adhs20plus.ch/de/adhs/syndrom/ (Aufgerufen am 27.9.2016)