Skip to main content

Akute myeloische Leukämie

Akute myeloische Leukämie

Krankheitsbild

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine bösartige Form von Blutkrebs. Die Symptome bei AML sind vielfältig. Darunter fallen Fieber, Infektanfälligkeit, Bauchschmerzen und Blutarmut sowie Lymphknotenschwellungen und Gelenkschmerzen.  Bei dieser Krebsform kommt es zu einem sprunghaften Anstieg von funktionslosen Vorstufen von Blutzellen (Blasten) im Blut. Sie verdrängen dadurch die gesunden Blutzellen. Diese Blutzellen haben lebenswichtige Funktionen wie Sauerstofftransport, Blutgerinnung und Infektionsabwehr. Die AML kann vom Knochenmark aus über das Blut die lymphatischen Gewebe und alle anderen Organe befallen.

AML ist eine seltene Erkrankung. Von 100'000 Menschen erkranken zwei bis drei daran. In der Altersgruppe der 70 bis 85-jährigen steigt die Zahl der Betroffenen auf 15 bis 25 an. AML ist die zweithäufigste Leukämie‎ bei Kindern und Jugendlichen. 1)

Behandlung

Die Behandlung der AML richtet sich nach dem Alter und dem Allgemeinzustand des Patienten. Im jüngeren Alter erhalten Patienten eine Chemotherapie, um die Leukämiezellen im Körper abzutöten, so dass das Knochenmark wieder die Blutbildung aufnehmen kann. Begleitend werden die Nebenwirkungen behandelt. Eine Heilung mit kombinierten Therapien ist möglich.

Der Allgemeinzustand von älteren Patienten erlaubt eine intensive Chemotherapie in der Regel nicht mehr. Sie werden mit nicht-intensiven Therapien wie der dosisreduzierten Chemotherapie versorgt. Ziel ist es, die Krankheit zurückzudrängen. Eine Heilung kann mit einer nicht-intensiven Therapie allerdings nicht erzielt werden.

Patientenorganisationen

Krebsliga Schweiz, www.krebsliga.ch/de