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Eierstockkrebs

Eierstockkrebs

Krankheitsbild

Beim Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) handelt es sich um entartete Zellen im Gewebe der Eierstöcke, die unkontrolliert weiterwachsen. Jährlich erkranken in der Schweiz rund 580 Frauen an Eierstockkrebs. Die Neuerkrankungsraten und Sterberaten für Eierstockkrebs steigen mit zunehmendem Alter bis zum 84. Lebensjahr kontinuierlich an. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt 67 Jahre. Eierstockkrebs ist in der Schweiz die achthäufigste Krebsart bei Frauen. 1)

Oftmals wird die Erkrankung erst spät festgestellt, da das Tumorwachstum zu Beginn wenige bis gar keine Beschwerden verursacht, und diese auch recht unspezifisch sein können. Unklare Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Gewichtsabnahme, Zunahme des Bauchumfanges, Unregelmässigkeiten im Zyklus sowie abnorme Blutungen, Schmerzen im Becken oder beim Geschlechtsverkehr. Aber auch allgemeine Schwäche und Müdigkeit können erste Hinweise auf Eierstockkrebs sein.

Behandlung

Zur Diagnosestellung nimmt der behandelnde Arzt zuerst eine Tastuntersuchung von aussen sowie von innen über die Scheide, das Becken und die inneren Geschlechtsorgane vor. Eine endgültige Angabe über die Gut- oder Bösartigkeit des Tumors kann nur über eine Gewebeprobe erfolgen. Daher wird in den meisten Fällen der Eierstock operativ entfernt und direkt beurteilt, so dass noch während der Operation über das weitere Vorgehen entschieden werden kann.

Der Verlauf eines Ovarialkarzinoms hängt stark von der Ausbreitung der Erkrankung sowie der Grösse des nach der Operation verbliebenen Tumors ab. Je geringer die Ausbreitung der Erkrankung ist, desto besser ist die Prognose und desto kleiner ist das Risiko des Wiederauftretens der Erkrankung.

Patientenorganisationen

Krebsliga Schweiz, www.krebsliga.ch

1) Quelle: Schweizerischer Krebsbericht, http://www.nicer.org/assets/files/publications/others/1177-1501.pdf, (Aufgerufen am 26.9.2016)