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Epilepsie

Epilepsie

Krankheitsbild

Epilepsie ist die häufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). In der Schweiz leben gemäss der Schweizerischen Epilepsie-Liga 70'000 Menschen mit Epilepsie, davon etwa 15'000 Kinder. Es gibt verschiedene Formen der Epilepsie – allen ist gemeinsam, dass von Zeit zu Zeit epileptische Anfälle auftreten. Jeder Anfall ist Ausdruck einer vorübergehenden Störung des Gehirns aufgrund von vermehrten Entladungen der Nervenzellen.1)

Die Ursachen der Epilepsie sind vielfältig. Nicht selten entsteht sie durch Hirnentzündungen, Hirntumore oder Schlaganfälle. Auch die genetische Veranlagung kann in selteneren Fälle eine Rolle spielen. Bei etwa der Hälfte aller Fälle lässt sich jedoch nicht klären, warum die Epilepsie auftritt.

Behandlung

Es gibt heute eine Reihe von Medikamenten für die Behandlung von Epilepsie, die so genannten Antikonvulsiva. Grundsätzlich ist es das Ziel einer antiepileptischen Therapie, die Anfallshäufigkeit zu senken, die Anfallsstärke zu vermindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Mehrzahl der Betroffenen hat gute Erfolgsaussichten und kann durch eine medikamentöse Therapie anfallsfrei werden. In den vergangenen Jahren haben sich auch die Möglichkeiten einer operativen Behandlung von Epilepsien entscheidend verbessert. Dennoch kommt eine Operation nach wie vor nur für einen kleinen Teil der Patienten in Frage.

 

Patientenorganisationen

Epi-Suisse, www.epi-suisse.ch

 

1) Quelle: Schweizerische Epilepsie-Liga, http://www.epi.ch/page.php?pages_id=6&language=de (Aufgerufen am 29.9.16)