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Mantelzell-Lymphom

Mantelzell-Lymphom 

Krankheitsbild

Bei MCL handelt es sich um eine seltene Erkrankung des blutbildenden Systems. Die Krankheit geht auf eine einzelne Immunzelle zurück, die durch einen Fehler bei der Zellteilung funktionsuntüchtig geworden ist und sich daraufhin ungebremst vermehrt. Im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium ist das klinische Bild häufig von tastbaren oder sichtbaren Vergrösserungen der Lymphknoten gekennzeichnet, ein häufiges Symptom bei Lymphomen. Des Weiteren können Milz und Leber vergrössert sein. Das Knochenmark ist ebenfalls regelmässig betroffen, so dass darin Lymphomzellen nachweisbar sind. Im Blut sind Lymphomzellen nur in etwa jedem vierten Fall nachweisbar. Häufig treten sogenannte Begleit-Symptome auf: Nachtschweiss, Gewichtsverlust und Fieber. Sie sind aber kein eindeutiges Zeichen für eine Lymphomerkrankung. Zur Abklärung und richtigen Einschätzung solcher Symptome ist ein Arztbesuch notwendig.

Prognose

Das MCL spricht häufig auf eine erste Therapie gut an, neigt jedoch dazu, schnell erneut aufzutreten. In fortgeschrittenen Stadien ist oft keine Heilung möglich, durch eine Therapie kann das Fortschreiten aber verlangsamt werden. Übergeordnete Ziele sind, den Schmerz zu lindern und die Überlebenszeit zu verlängern.  Den Entscheid, welche Therapie in der jeweiligen Situation und zum jeweiligen Zeitpunkt die beste ist, wird vom Arzt für jeden Patienten individuell getroffen. Einfluss darauf haben das Alter des Patienten, sein Allgemeinzustand und möglichen Begleiterkrankungen.

Patientenorganisationen

ho/noho -Schweizerische Patientenorganisation für Lymphombetroffene und Angehörige, www.lymphome.ch
Informationsbroschüren unter www.lymphome.ch abrufbar