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Prix Perspectives Medienmitteilung

Janssen vergibt Förderpreis Prix Perspectives 2017 im Bereich psychische Erkrankungen

Zug, 19. September 2017 – Die diesjährige Preisverleihung des Prix Perspectives der Janssen-Cilag AG fand am vergangenen Freitag im Rahmen des diesjährigen SGPP-Kongresses in Bern statt. Von insgesamt 22 eingereichten Projekten wählte die Jury die zwei Besten aus – erstmalig ging das gesamte Preisgeld von 25'000 CHF an ein einziges Projekt. Das zweite Projekt wurde mit einer besonderen Anerkennung ausgezeichnet. Die Janssen-Cilag AG fördert mit dem Preis bereits seit 2006 Projekte im Bereich psychischer Erkrankungen.

Die Preisverleihung des Prix Perspectives 2017 leitete, wie auch im Vorjahr, Jurymitglied Prof. Dr. Hasler, Chefarzt und Extraordinarius der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UPD Bern. Prof. Dr. Hasler betonte dabei das langjährige Engagement der Janssen-Cilag AG: «Der Prix Perspectives zeichnet nun seit über zehn Jahren innovative Projekte aus, welche auf das Leben psychisch kranker Menschen und auf die Problematiken dieser Menschen aufmerksam machen. Auch in diesem Jahr wurden wieder viele engagierte und preiswürdige Projekte eingereicht.»

Innovatives Theaterprojekt gewinnt
Diesjähriger Gewinner des gesamten Preisgelds von 25'000 CHF ist das Projekt «SchalkTheater» aus dem Raum Zürich, unter der künstlerischen Leitung von Nina Hesse Bernhard und der Geschäftsführung von Fabienne Schellenberg. Das SchalkTheater bietet psychisch erkrankten Menschen die Möglichkeit, durch intensive wöchentliche Trainingseinheiten ihre Alltagsstruktur zu festigen. Durch ihre psychischen Beeinträchtigungen, welche auch in Kombination mit Alkohol- und/oder Drogenabhängigkeit einhergehen können, hatten sie an gesellschaftlicher und sozialer Teilhabe eingebüsst. Das Theatertraining sowie Aufführungen in der Öffentlichkeit fördern die Übernahme von Eigen- und Gruppenverantwortung innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens. Die Betroffenen gewinnen ihren Mut und ihr Selbstvertrauen zurück. Zudem entdecken sie dabei neue, künstlerische Fähigkeiten und zeigen, wie viel Talent und Potential in ihnen steckt. «Das SchalkTheater ist ein besonderes kulturelles Angebot. Wir als Jury beurteilen das Projekt als besonders innovativ und engagiert und haben es daher als Sieger auserkoren», fasste Prof. Dr. Hasler den Jurybeschluss zusammen.

Besondere Anerkennung für neues Konzept in Intensivbehandlung
Eine besondere Auszeichnung bekam dieses Jahr das Projekt «Medienwand: Ein Qualitätsentwicklungsprojekt in der Forensischen Psychiatrie zur Qualitätsverbesserung der Intensivbehandlung» der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG), unter der Leitung von Rosmarie Bürki Brunner.

Die Medienwand ist ein Bildschirm mit integrierten Medienanwendungen, der in die Wand eines Intensivbehandlungszimmers (IVZ) eingebaut ist. Sie bietet Patienten mit psychischen Erkrankungen, welche aufgrund einer akuten Phase in einem IVZ isoliert sind, die Möglichkeit, via Touchscreen selbstbestimmt das vorhandene Medienangebot zu bedienen. Das Angebot besteht aus einer Serie von Entspannungsbildern, einer Option zum Zeichnen und Schreiben, einem integrierten Radio sowie einer Auswahl von gängigen Spielen. 

Ziel des Projekts ist zu beschreiben, welche Wirkung die Medienwand in einem IVZ auf die Patienten in einer akuten Phase der psychischen Erkrankung hat und welche Auswirkungen beim und für das gesamte Behandlungsteam festzustellen sind. Die Medienwand soll eine weitere Intervention der Pflegefachperson werden, um eine medikamentöse und/oder mechanische Zwangsbehandlung weitestgehend zu vermeiden. Der Gesundheitszustand der Patienten wird im IVZ durch das Medienangebot positiv unterstützt. Prof. Dr. Hasler betonte abschliessend: «Die psychiatrische Forensik ist ein sehr wichtiges klinisches und wissenschaftliches Gebiet. Die Jury möchte mit der Vergabe eines Anerkennungspreises für dieses Projekt auf die Bedeutung von Innovation und Menschenwürde in der Forensischen Psychiatrie aufmerksam machen.»

Die Gewinnerprojekte hatten die Möglichkeit, ihre Materialien am Freitag auf dem SGPP-Kongress auszustellen und somit einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Über den Prix Perspectives
Der Prix Perspectives ist ein Förderpreis für das Engagement im Bereich psychischer Erkrankungen. Der Janssen-Cilag AG liegen der Förderpreis und die eingereichten Projekte sehr am Herzen. Dieses Jahr wurde zur besonderen Wertschätzung eine Video-Tour zu ehemaligen Gewinnern veranstaltet. Die Möglichkeit zur nächsten Bewerbung besteht im Frühjahr 2019. Die Videos und weitere Informationen zum Prix Perspectives finden Sie auf der Website www.prixperspectives.ch.