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Morbus Crohn

Morbus Crohn

Krankheitsbild

Morbus Crohn ist eine schubweise verlaufende, chronisch-entzündliche Darmerkrankung. In der Schweiz sind ungefähr 16’000 Menschen1) davon betroffen. Die Entzündung kann den gesamten Verdauungstrakt – von der Mundhöhle bis zum After – betreffen, am häufigsten tritt Morbus Crohn jedoch im Übergangsbereich von Dünn- zu Dickdarm auf. Dabei können alle Schichten der Darmwand betroffen sein. Direkt neben entzündeten Darmabschnitten können unveränderte Bereiche liegen, dies nennt man einen segmentalen Befall.

Betroffene leiden vor allem unter Durchfällen, Bauchschmerzen, Fieber und Gewichtsverlust. Es kann zu Engstellen im Darm kommen und es können entzündliche Gangbildungen (Fisteln) entstehen. Auch sogenannte «extraintestinale Manifestationen» wie beispielsweise Entzündungen der Augen, der Haut, der Leber oder der Gelenke sind möglich.

Behandlung

Morbus Crohn ist bisher unheilbar. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren aber deutlich verbessert und in den meisten Fällen ist heute eine Krankheitskontrolle mit den zur Verfügung stehenden Medikamenten gut möglich. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung unter Kontrolle zu bringen und eine möglichst lang dauernde Zeit ohne Krankheitsschub (Remission) zu erreichen.

Behandelt wird Morbus Crohn meist mit Medikamenten, welche die Entzündung hemmen. Darüber hinaus wird vielfach empfohlen, auf die Ernährung zu achten, wobei jeder Patient unterschiedlich reagiert. Allgemeingültige Ernährungsempfehlungen gibt es nicht. Bei schweren Fällen werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem modulieren. Auch eine chirurgische Therapie kann angezeigt sein. Dabei wird ein Teil des Darmgewerbes entfernt. Für moderate bis schwere Krankheitsbilder stehen Biologika zur Verfügung. Diese werden biotechnologisch hergestellt, wirken sehr gezielt und ermöglichen es den Betroffenen oftmals, ein nahezu beschwerdefreies Leben zu führen. Es gibt solche, die per Infusion verabreicht werden, andere werden wiederum unter die Haut gespritzt. Biologika werden in der Regel eingesetzt, wenn andere Therapieformen nicht wirken oder nicht in Frage kommen.

Patientenorganisationen

Schweizerische Morbus Crohn Vereinigung, www.smccv.ch/de/

1) Quelle: SMCCV, Schweizerische Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, http://www.smccv.ch/de/aktuell/neue-broschuere-therapie-heute-und-morgen-erschienen.html, (Aufgerufen 5.9.2016)