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Europäischer Prostata-Tag 2016

Europäischer Prostata-Tag 2016: 
Schach der Harninkontinenz

Die Männergesundheit steht alljährlich am 15. September am europäischen Prostata-
Tag im Zentrum der Aufmerksamkeit. Immer noch führt nämlich Angst und Scham vor
der Vorsorgeuntersuchung dazu, dass Karzinome nicht rechtzeitig entdeckt werden.
Jeder fünfte Mann erkrankt heute an Prostatakrebs. Die Behandlung schließt häufig die
operative Prostataentfernung ein. Dies kann Harninkontinenz und Erektionsprobleme
zur Folge haben. Gezieltes Beckenbodentraining kann helfen, die Kontinenz früh wieder
herzustellen.

(Wien, 14.09.2016) – Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und dritthäufigste Krebstodesursache beim Mann. Jährlich erkranken über 4.500 Männer in Österreich an einem Prostatakarzinom; über 1.100 sterben jedes Jahr an den Folgen der Krankheit. Früherkennung kann die Sterberate beträchtlich senken. 

Die Behandlung von Prostatakrebs wird heute individuell auf den Patienten zugeschnitten und richtet sich nach dem Tumorstadium, Alter und Gesundheitszustand. Muss die Prostata operativ entfernt werden, so ist häufig Harninkontinenz die Folge. 30 bis 70 Prozent der Patienten berichten von einer zumindest vorübergehenden  Inkontinenz, da mit der Prostata auch das Stück Harnröhre, das sich durch die Prostata zieht, herausgeschnitten wird. Für Betroffene kann das eine massive Belastung darstellen, da ihre Lebensqualität maßgeblich einschränkt wird. Allerdings können Patienten selbst viel zur Verbesserung dieser Situation beitragen. 

„Wunderwaffe“: Beckenbodentraining
Durch ein gezieltes Schließmuskeltraining, vor allem des Beckenbodens, lässt sich die Kontinenz frühzeitig wiederherstellen. „Den Beckenboden zu trainieren kann eine wesentliche Hilfe sein, wieder trocken zu werden. Der Mann sollte bereits vor der Operation mit dem Beckenbodentraining beginnen und nach der Operation bei einem Rehabilitationsaufenthalt das Training fortsetzen, um optimale Ergebnisse zu erzielen“, bekräftigt auch der Vorstand des Dachverbands Selbsthilfe Prostatakrebs, Ekkehard F. Büchler.

Tatsächlich belegen jüngste Studien, dass Beckenbodentraining vor und nach einer Operation die Zeit der Inkontinenz verkürzt und die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert. Das Training kann jederzeit ohne größeren Kraftaufwand durchgeführt werden. Wenige Minuten am Tag genügen, um den Schließmuskelapparat nachhaltig zu kräftigen. Die Übungen müssen jedoch regelmäßig, also täglich wiederholt werden. Dabei wird der Beckenboden bewusst an- und entspannt. Hilfe beim Erlernen der Übungen bieten auch Physiotherapeuten oder Trainer. „Nicht jeder Prostatakrebs ist lebensbedrohlich und muss durch Operation oder Bestrahlung behandelt werden. Wenn es aber notwendig wird, so können Patienten viel beitragen, um Einschränkungen in ihrem Alltag zu vermindern. Wir raten daher Patienten, den Urologen bereits vor dem Operationstermin auf das Beckenbodentraining anzusprechen“, rät Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie. 

„Wir sind ständig auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten, um Krebs zu begegnen und verfolgen dabei das Ziel, Diagnose und Behandlung von Krebs maßgeblich zu beeinflussen. Die Lebensqualität lässt sich oft bereits durch einfache Maßnahmen verbessern. Das tägliche Beckenbodentraining kann eine - und noch dazu äusserst wirkungsvolle – davon sein“, führt Dr. Dorothea Perings, Medical Director von Janssen aus. 

Janssen in der Onkologie
In der Onkologie verfolgt Janssen das Ziel, einen fundamentalen Wandel des Verständnisses, der Diagnose und der Behandlung von Krebs herbeizuführen. Auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten, der Herausforderung „Krebs“ zu begegnen, konzentriert sich Janssen auf mehrere Behandlungs- und Präventivlösungen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf hämatologischen Neoplasien, Prostatakrebs und Lungenkrebs. Ziel ist die Entwicklung von Produkten, die den karzinogenen Prozess unterbrechen; Biomarker, die dabei helfen können, die zielgerichtete, individuell abgestimmte Anwendung der Therapien zu begleiten; sowie eine sichere und wirksame Erkennung und Behandlung von frühen Veränderungen in der Tumor-Mikroumgebung.

 

Faktenbox

Das hat Beckenbodentraining in Studien gezeigt:

  • Raschere Wiederherstellung der Kontinenz
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Weniger Episoden mit Harnverlust
  • Verbesserung der Erektionen