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Prostatakrebs

Prostatakrebs

Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse des Mannes. In Österreich ist der Prostatakrebs die häufigste Krebsart des Mannes. Die Zahl der Betroffenen nimmt zu. Das ist zum einen auf den Einsatz neuer Methoden zur Früherkennung zurückzuführen, durch die mehr Prostatakarzinome entdeckt werden. Zum anderen trägt die Alterung der Gesellschaft dazu bei. Vor dem 50. Lebensjahr ist Prostatakrebs selten; die meisten Neuerkrankungen treten bei Männer ab etwa 70 Jahren auf.

Da es keine typischen Symptome gibt, die frühzeitig auf einen bösartigen Prostatatumor hinweisen, bemerken die Betroffenen in der Regel zunächst nichts. Beschwerden treten meist erst auf, wenn die Geschwulst so groß geworden ist, dass sie auf die Harnröhre übergreift. Zu möglichen Symptomen gehören ein vermehrter Harndrang, insbesondere nachts, Probleme beim Urinieren oder schmerzhafte Ejakulation. Diese Beeinträchtigungen sind jedoch nicht spezifisch und können zum Beispiel auch auf eine gutartige Prostatavergrößerung hinweisen. Beschwerden können auch dann auftreten, wenn sich Tochtergeschwülste (Metastasen) außerhalb der Prostata gebildet haben und Schmerzen verursachen.

Behandlung
Links & Adressen

Wird ein Prostatakarzinom früh erkannt und befindet es sich noch im lokal begrenzten Stadium, so stehen vier Behandlungsstrategien zur Verfügung: 

  1. Die aktive Überwachung beziehungsweise das abwartende Beobachten, 
  2. Die operative Entfernung der Prostata,
  3. Die äußerliche Bestrahlung der Prostata sowie 
  4. Die innerliche Bestrahlung der Prostata. 

Welche Therapie durchgeführt wird, hängt davon ab, ob der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf die Prostata begrenzt ist oder bereits umgebendes Gewebe befallen und Tochtergeschwülste (Metastasen) in Lymphknoten und anderen Organsystemen gebildet hat.

Bei erhöhtem Risiko für ein Wiederkehren des Tumors nach der Operation beziehungsweise Bestrahlung, etwa wenn der Tumor schon über die Prostata hinausgewachsen ist, erfolgt oft zusätzlich eine Hormonentzugstherapie. Diese unterdrückt die Wirkung des männlichen Sexualhormons Testosteron im Körper, welches das Wachstum von Prostatakrebs begünstigt. Der Hormonentzug ist auch die Standardtherapie im weiter fortgeschrittenen Stadium, in dem sich bereits Fernmetastasen gebildet haben und lokale Methoden wie Operation oder Strahlentherapie keine ausreichende Therapieoption mehr darstellen.