Skip to main content

Suche

Brustkrebs

Brustkrebs

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist mit etwa 31 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, jedoch nicht die gefährlichste. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen. Erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko, etwa ab 70 Jahren sinkt es wieder ab. Sehr selten erkranken Männer an Brustkrebs: Auf etwa 115 Erkrankungen bei Frauen kommt eine bei einem Mann.

So äußert sich Brustkrebs: Symptome

Meist verursacht Brustkrebs im Frühstadium keinerlei Beschwerden oder Schmerzen. Sehr häufig wird die Erkrankung durch einen Knoten entdeckt, der entweder selbst ertastet wird oder bei einer Untersuchung beim Frauenarzt auffällt. Darüber hinaus gibt es andere Krankheitszeichen, die bei Brustkrebs auftreten können:

  • Verhärtung der Brust oder der Brusthaut
  • Schmerzen, Druck oder Spannungsgefühl in der Brust
  • Einziehungen der Brusthaut
  • Entzündung der Brust und/oder der Brusthaut
  • Veränderungen der Brustwarze
  • Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze
  • Allgemeines Schwächegefühl und Gewichtsverlust.

Diese Symptome können jedoch auch auf eine andere Erkrankung hindeuten. Zur Klärung sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden, der durch unterschiedliche Diagnoseverfahren die vorliegende Erkrankung feststellen und die richtige Therapie einleiten kann.

Brustkrebs erkennen: Diagnose

Bei Verdacht auf ein Mammakarzinom erfolgt zunächst eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie). Mit ihr lassen sich gutartige von bösartigen Veränderungen weitestgehend abgrenzen, Größe und Anzahl der Veränderungen bestimmen und sogenannte Mikroverkalkungen erkennen. Wird durch die Mammographie ein verdächtiger Befund entdeckt, kommt zur weiteren Abklärung eine Ultraschalluntersuchung zum Einsatz. Damit lassen sich vor allem Zysten – flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die beim Tasten auch als Knoten erscheinen können – sehr gut erkennen. Lymphknoten, die wegen der Einwanderung von Krebszellen aus der Brust oder aufgrund einer Entzündung vergrößert sind, können via Ultraschalluntersuchung ebenfalls gut erfasst werden. Ergeben weder Mammografie noch Ultraschall einen klaren Befund, kann eine Kernspintomografie der Brust vorgenommen werden.

Ob eine gefundene Veränderung gut- oder bösartig ist, kann mit bildgebenden Verfahren allein nicht sicher festgestellt werden. Dazu ist eine feingewebliche (histologische) Untersuchung nötig, für die eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich entnommen wird (Biopsie).

Leben mit Brustkrebs: Behandlung und Verlauf

Die Therapie von Brustkrebs stützt sich auf drei Säulen: die Operation, die Bestrahlung und die Behandlung mit Medikamenten, beispielsweise Chemotherapie, Hormontherapie und die Therapie mit Antikörpern. Die Operation ist meist der erste Schritt nach der Diagnose Brustkrebs. Dann folgen Bestrahlung und medikamentöse Therapien als begleitende, unterstützende Behandlung. Ziel einer begleitenden Behandlung ist es, eventuell schon gestreute Tumorzellen zu zerstören und damit eine dauerhafte Heilung zu ermöglichen.

Fortgeschrittene Erkrankungen, bei denen keine Aussicht auf eine vollständige Heilung besteht, werden palliativ behandelt. Ziel ist es, in erster Linie die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern.

Häufige Fragen

  1. Kann die Krankheit vererbt werden?
    Bei etwa einem Viertel aller Frauen mit Brustkrebs treten vermehrt Brustkrebsfälle in der Familie auf, was auf eine genetische Ursache hinweisen kann. Zu den bereits bekannten Brustkrebsgenen zählen BRCA 1 und BRCA 2. Frauen erkranken häufiger an Brustkrebs, wenn einer dieser zwei DNA-Abschnitte defekt ist.

 

Unsere Angebote für Patienten

Krebsratgeber mit Informationen zur Vorsorge und unterschiedlichen Krankheitsbildern sowie zum Leben mit Krebs und zur Suche nach einem Arzt in der Umgebung
Krebsratgeber

 

Weitere Informationen

Website der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. mit Informationen zum Thema Brustkrebs
Deutsche Krebsgesellschaft

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums für Patientinnen, Angehörige und Interessierte
Krebsinformationsdienst

Website des gemeinnützigen Vereins mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V., der größten Brustkrebs-Patientinnen-Initiative in Deutschland
mamazone

Informationsbroschüre für Brustkrebs-Patienten der Stiftung Deutsche Krebshilfe
Krebshilfe

 

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.