Skip to main content

Suche

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs

Was ist Eierstockkrebs?

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist eine Tumorerkrankung der Eierstöcke (Ovarien) der Frau. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 7.800 Frauen neu an Eierstockkrebs. Oft wird die Erkrankung erst spät festgestellt, da sie zu Beginn wenige bis gar keine Beschwerden verursacht, und diese zudem recht unspezifisch sein können.

So äußert sich Eierstockkrebs: Symptome

Mögliche Symptome, die bei Eierstockkrebs auftreten können, umfassen:

  • Unklare Verdauungsbeschwerden
  • Verstopfung
  • Gewichtsabnahme
  • Zunahme des Bauchumfangs
  • Unregelmäßigkeiten im Zyklus sowie abnorme Blutungen
  • Schmerzen im Becken oder beim Geschlechtsverkehr
  • Allgemeine Schwäche und Müdigkeit

Diese Symptome können jedoch auch auf eine andere Erkrankung hindeuten. Zur Klärung sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden, der durch unterschiedliche Diagnoseverfahren die vorliegende Erkrankung feststellen und die richtige Therapie einleiten kann.

Eierstockkrebs erkennen: Diagnose

Um Eierstockkrebs zu diagnostizieren, untersucht der behandelnde Arzt zuerst Scheide, Becken und innere Geschlechtsorgane, indem er sie von außen und innen ertastet. Mit Hilfe eines Spiegels sieht er sich zudem die inneren Geschlechtsorgane an. Auch ein vaginaler Ultraschall sollte zur weiteren Abklärung erfolgen. Erhärtet sich der Verdacht auf unspezifisches Wachstum einer Gewebestruktur, wird zur genaueren Diagnose eine CT- oder MRT-Untersuchung durchgeführt. Hierbei kann der behandelnde Arzt feststellen, wie weit das Gewebe bereits ausgedehnt ist. Endgültige Gewissheit über die Gut- oder Bösartigkeit des Tumors kann nur eine Gewebeprobe bringen. Daher wird in den meisten Fällen der Eierstock operativ entfernt und direkt beurteilt, sodass noch während der Operation über das weitere Vorgehen entschieden werden kann.

Leben mit Eierstockkrebs: Behandlung und Verlauf

Eine Operation ist in den meisten Fällen unumgänglich. Dabei wird der betroffene Eierstock entfernt und feingeweblich (histologisch) beurteilt. Je nach Ergebnis werden in derselben OP oftmals noch die Gebärmutter sowie die regionalen Lymphknoten entfernt. Ziel ist immer eine radikale Entfernung des Tumors. Da der Darm oft mitbetroffen ist, muss auch er häufig in Teilen entfernt werden. Zudem inspiziert der behandelnde Arzt während der Operation genau die Bauchhöhle. Nach der Operation (postoperativ) erfolgt standardmäßig eine Chemotherapie.

Der Verlauf eines Ovarialkarzinoms hängt stark von der Ausbreitung der Erkrankung sowie der Größe des nach der Operation verbliebenen Tumors ab. Je geringer sich die Krankheit bereits ausgeweitet hat, desto besser ist die Prognose und desto geringer das Risiko, dass die Erkrankung erneut auftritt.

Nur in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung können der Eierstock und somit die Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Da die meisten Patientinnen über 60 Jahre alt sind, spielt dies aber eine eher untergeordnete Rolle. Patientinnen mit einem weit fortgeschrittenen Tumor können sich zudem noch einer Antikörpertherapie unterziehen. Diese kann das weitere Fortschreiten des Tumors verlangsamen. Nach Abschluss der Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um frühzeitig ein Wiederauftreten (Rezidiv) zu erkennen.
 

Unsere Angebote für Patienten

Krebsratgeber mit Informationen zur Vorsorge und unterschiedlichen Krankheitsbildern als auch zum Leben mit Krebs und zur Suche nach einem Arzt in der Umgebung
Krebsratgeber

 

Weitere Informationen

Website der Stiftung Eierstockkrebs, die unter anderem Informationen in Form eines Magazins zum Download bereitstellt
Stiftung Eierstockkrebs

Website des Bundesverbandes e.V. Frauenselbsthilfe nach Krebs, der Betroffenen begleitend und beratend zur Seite steht und regionale Selbsthilfegruppen betreut
Bundesverband e.V. Frauenselbsthilfe

Website der Deutschen Krebsgesellschaft, die Informationen zu verschiedenen Aspekten des Ovarialkarzinoms bereitstellt
Krebsgesellschaft

Informationsbroschüre zu Krebs der Gebärmutter und der Eierstöcke der Stiftung Deutsche Krebshilfe
Krebshilfe

 

Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.