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CLL

Chronische Lymphatische Leukämie

Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist eine chronische Krankheit, bei der sich Infekt abwehrende weiße Blutkörperchen, die so genannten Lymphozyten, im Körper zu stark vermehren. Die CLL gehört zu den häufigsten leukämischen Erkrankungen der westlichen Welt. Die Patienten sind im Durchschnitt 71 Jahre alt und bei Diagnosestellung oftmals beschwerdefrei.

Die durchschnittliche Gesamtüberlebenszeit beträgt je nach Stadium der Erkrankung zwischen 18 Monaten und über zehn Jahren. Die Krankheit schreitet bei den meisten Patienten letztendlich fort, wobei sich die Behandlungsoptionen jedes Mal verringern. Häufig erhalten Patienten Mehrfachbehandlungen aufgrund von Rückfällen oder sich entwickelnden Resistenzen gegenüber Arzneimitteln.

Hinweise auf eine CLL können geschwollene Lymphknoten am Hals, unter den Achseln und in den Leisten sowie eine Leber- und Milzvergrößerung sein. Außerdem können die sogenannten B-Symptome – Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber – auftreten.

Behandlung
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Informationsmaterial

Da die CLL in der Regel langsam voranschreitet, kann sich der behandelnde Arzt zunächst auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen beschränken („watch and wait-Strategie“). Mit einer Behandlung wird meist erst dann begonnen, wenn Krankheitssymptome auftreten. Bei dem kleinen Teil der Patienten mit rasch fortschreitendem Krankheitsverlauf oder Nachweis von Risikofaktoren für einen ungünstigen Verlauf ist jedoch schon bald nach Diagnosestellung eine Behandlung notwendig.

Ist eine Therapie erforderlich, wird meist eine Chemotherapie kombiniert mit einer Immuntherapie angewandt. Hierbei werden monoklonale Antikörper – das sind gentechnisch hergestellte Eiweißkörper, die CLL-Zellen abtöten können – eingesetzt und mehrfach im Abstand von einer Woche dem Patienten per Infusion verabreicht. Neuerdings stehen auch orale zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Diese wirken spezifisch an den Krebszellen und weisen daher ein gutes Nutzen–Risikoprofil  auf.

In der Regel ist das Therapieziel eine Krankheitskontrolle, bei der Wirkung und Nebenwirkung der Behandlung in einem guten Verhältnis stehen sollen. Nur bei jüngeren Patienten mit einer rasch voranschreitenden CLL kann eine aggressive Therapie mit einer Chemoimmuntherapie bis hin zur Stammzelltransplantation ratsam sein.