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Dr. Michael von Poncet spricht zu medizinischer Innovation in Deutschland und den USA

Dr. Michael von Poncet spricht zu medizinischer Innovation
in Deutschland und den USA

Dr. Michael von Poncet, Senior Medical Director und Global Lead Cardiovascular Medicine bei Janssen Pharmaceuticals, gab auf der 24. Handelsblatt Jahrestagung Pharma Einblicke in seine Erfahrungen mit medizinischer Innovation in Deutschland und den USA. Die Veranstaltung fand am 12. und 13. Februar 2019 in Berlin statt. Dr. von Poncet, der vor seinem Wechsel in die USA medizinischer Direktor bei Janssen Deutschland war, verglich in seiner Keynote die Herangehensweise an Forschung, Digitalisierung und die Gesundheitssysteme in beiden Ländern.

Seine Beobachtung: Obwohl das deutsche Gesundheitssystem dem amerikanischen überlegen sei, gäbe es in den USA ein tatenfreudigeres und effektiveres Herangehen an Forschung und Innovation. In den USA herrsche eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber dem Neuen und mehr Unternehmergeist, während in Deutschland zunächst Zweifel und Innovationsskepsis vorherrschten.

Dr. von Poncet ist zudem davon überzeugt, dass Kooperation einer der Bausteine ist, den es für große Innovationen braucht. Zu diesen Innovationen gehöre Disease Interception, wo es darum geht, Krankheiten noch vor ihrem Ausbruch aufzuhalten. Er betonte, dass die Medizin durch diese und andere Entwicklungen – zum Beispiel Big Data – vor großen Herausforderungen stehe, die nur durch die Kombination verschiedener Ansätze zu lösen seien: „Das deutsche Gesundheitssystem hat dem der USA vieles voraus. Wenn es um Forschung und Innovation geht, kann Deutschland kann aber vom amerikanischen Pragmatismus und der guten Vernetzung von Politik und Gesundheitswesen lernen.“

Dr. Michael von Poncet sprach außerdem über die zahlreichen internationalen Investitionen von Johnson & Johnson, dem Mutterkonzern von Janssen, in innovative Unternehmen. „Ein Unternehmen allein kann keine Erfolge für Patienten erzielen. Dazu brauchen wir starke Kooperationen und die Bereitschaft, über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten“, so von Poncet. Deshalb sei J&J in der Startup-Förderung aktiv und betreibe weltweit 15 Innovations- und Gründerzentren. Außerdem habe das Unternehmen allein 2017 weltweit 60 neue Kooperationen geschlossen, um innovative Lösungen für die Medizin der Zukunft zu entwickeln.