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Dr. Schuier bei Podiumsdiskussion zu Disease Interception

House of Pharma & Healthcare 2018:
Dr. Schuier zu Disease Interception

Der diesjährige Hauptstadt Summit House of Pharma & Healthcare am 20. November 2018 in Berlin hat sich mit der Zell- und Gentherapie und damit verbundenen Herausforderungen beschäftigt. Auf der Veranstaltung diskutierten Experten aus Pharmaindustrie, Wissenschaft, Politik und Verbänden dabei unter anderem auch, wie und ob es möglich sein wird, Krankheiten zu verhindern, bevor sie überhaupt ausbrechen. Diesen Ansatz nennt Janssen Disease Interception. Mit dabei war Dr. Maximilian Schuier, Direktor des Medizinischen Fachbereichs Psychiatrie bei Janssen Deutschland. Er nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Disease Interception – Wie können Genom-Analysen, Biomarker und Medikamente zur Krankheitsverhinderung eingesetzt werden?“ teil.

Dabei waren sich Dr. Schuier und weitere Experten darüber einig, dass das Konzept der Disease Interception unser Gesundheitswesen, so wie wir es kennen, von Grund auf verändern könnte. „Disease Interception könnte tatsächlich einen Paradigmenwechsel bedeuten und ist ein neuer, revolutionärer medizinischer Ansatz. Revolutionär unter anderem deshalb, weil er uns dazu zwingt, unsere Definition von Krankheit zu hinterfragen und sogar neu zu definieren“, so Schuier. Denn Disease Interception muss so verstanden werden, dass eine einsetzende Krankheit quasi abgefangen wird, bevor sich klinische Symptome ausbilden, um den Krankheitsverlauf zu verzögern, zu unterbrechen oder umzukehren.

Als Beispiel führte Schuier Alzheimer an: Bereits vor dem Auftreten erster Zeichen von Demenz, lassen sich im Blut molekulare Veränderungen feststellen. „In Zukunft könnte eine Therapie gezielt zu diesem sehr frühen Krankheitsstadium eingesetzt werden. Wir schätzen, dass wir die Demenz dabei im ersten Schritt um zwei bis fünf Jahre verzögern könnten“, erklärte Schuier.

Diese neuen therapeutischen Interventionen hätten weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Gesundheitssystem und werfen viele ethische sowie regulatorische Fragen, unter anderem zu Zulassung und Erstattung, auf. Janssen hat deshalb bereits auf verschiedenen Diskussionsveranstaltungen – wie der Jahrestagung Handelsblatt Health – seine Perspektiven zu Disease Interception vorgestellt. So möchte das Unternehmen den öffentlichen Diskurs zu dem Thema gezielt anstoßen und weiter vorantreiben.

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