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Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis (Schuppenflechte-Arthritis)

Was ist Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis, auch Schuppenflechte-Arthritis genannt, ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die oft gemeinsam mit einer Psoriasis (Schuppenflechte) auftritt. Bei rund 20 bis 30 Prozent der Patienten, die an einer Schuppenflechte leiden, entwickelt sich eine Psoriasis-Arthritis. In Deutschland leben schätzungsweise mindestens 140.000 Menschen mit der Krankheit.1 Die genaue Ursache ist unbekannt, doch scheinen genetische und Umweltfaktoren sowie das Immunsystem eine Rolle beim Ausbruch der Krankheit zu spielen.

So äußert sich Psoriasis-Arthritis: Symptome

Psoriasis-Arthritis äußert sich durch vielfältige Entzündungs-Symptome. Zu den typischen Krankheitserscheinungen gehören:

  • Gelenkbeschwerden an Händen, Füßen, Knien, Hüfte und Wirbelsäule (vor allem morgens)
  • Entzündungen an Sehnenscheiden und -ansätzen, häufig auch Achillessehnen, Streck- und Beugeseiten der Extremitäten
  • Entzündlicher Rückenschmerz
  • Anschwellen aller Gelenke eines Fingers bzw. einer Zehe (Daktylitis oder umgangssprachlich „Wurstfinger“)
  • Entzündung der Finger-Endgelenke
  • Entzündung der Fingernägel

Diese Symptome können jedoch auch auf eine andere Erkrankung hindeuten. Zur Klärung sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden, der durch unterschiedliche Diagnoseverfahren die vorliegende Erkrankung feststellen und die richtige Therapie einleiten kann.

 

Typische Anzeichen einer Psoriasis-Arthritis: Gelenkbeschwerden

Gelenkbeschwerden

 

Typische Anzeichen einer Psoriasis-Arthritis: Sehnenentzündungen

Sehnenentzündungen

 

Typische Anzeichen einer Psoriasis-Arthritis: Rückenschmerzen

Rückenschmerzen

 

Typische Anzeichen einer Psoriasis-Arthritis: Gelenkschwellungen und Entzündungen an Fingern oder Zehen

Gelenkschwellungen und
Entzündungen an
Fingern oder Zehen

Psoriasis-Arthritis erkennen: Diagnose

Unterschiedliche Beschwerden können es schwierig machen, die Psoriasis-Arthritis zu diagnostizieren. Es gibt zahlreiche Erscheinungsformen mit unterschiedlichen Ausprägungen. Leichte Verläufe sind ebenso möglich wie solche, bei denen die erkrankten Menschen schwer beeinträchtigt sind. Meist beginnt die Erkrankung im Alter zwischen 30 und 50 Jahren,2 wobei Frauen und Männer gleichermaßen betroffen sind. Es gibt keinen Labortest, um die Erkrankung eindeutig zu diagnostizieren, typischerweise wird sie im Zusammenhang mit der Diagnose einer Psoriasis entdeckt.

Leben mit Psoriasis-Arthritis: Behandlung und Verlauf

Psoriasis-Arthritis äußert sich in drei von vier Fällen zunächst auf der Haut.3 Durchschnittlich zehn Jahre später entzünden sich die Gelenke.1 Es spielt keine Rolle, wie ausgeprägt die Hautreaktionen vorher sind. Sie können auch minimal und nur an der Kopfhaut oder hinter den Ohren auftreten. Bei manchen Patienten verändern sich Haut und Gelenke gleichzeitig. Andere wiederum erkranken zunächst an einer Psoriasis-Arthritis und erst später zusätzlich an einer Schuppenflechte.

Wie die Schuppenflechte gilt auch die Psoriasis-Arthritis nach heutigem Erkenntnisstand als nicht heilbar. Eine frühe, wirksame Behandlung der Psoriasis-Arthritis ist jedoch wichtig, um Gelenkschäden zu verhindern. Die Medizin hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Mittlerweile können Menschen, die mit der Krankheit leben, hochwirksam therapiert werden. Mediziner greifen dazu heute unter anderem auf so genannte Biologika zurück. Diese Medikamente werden mithilfe gentechnischer Verfahren biotechnologisch hergestellt. Sie wirken sehr gezielt und ermöglichen es den Patienten oftmals, ein nahezu beschwerdefreies Leben zu führen. Biologika lassen sich sowohl spritzen als auch per Infusion verabreichen. Sie werden in der Regel eingesetzt, wenn andere Therapieformen nicht wirken oder nicht in Frage kommen.

Medikamente sind ein zentraler Baustein der Psoriasis-Arthritis-Therapie. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, den körperlichen Folgen der Erkrankung entgegenzuwirken oder dem Patienten zu helfen, mit den Symptomen besser umzugehen, wie zum Beispiel Physio- und Ergotherapie. Oberstes Behandlungsziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern.

Bei rund 10 bis 30 Prozent der Patienten, die an einer Schuppenflechte leiden, entwickelt sich eine Psoriasis-Arthritis.

Bei rund 10 bis 30 Prozent der Patienten, die an einer Schuppenflechte leiden, entwickelt sich eine Psoriasis-Arthritis.1

Meist beginnt die Psoriasis-Arthritis im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

Meist beginnt die Psoriasis-Arthritis im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.2
 

Eine frühe, wirksame Therapie der Psoriasis-Arthritis ist wichtig, um Gelenkschäden zu verhindern

Eine frühe, wirksame Therapie der Psoriasis-Arthritis ist wichtig, um Gelenkschäden zu verhindern

Häufige Fragen zu Psoriasis-Arthritis

1. Wie äußert sich die Psoriasis-Arthritis?

Typisch sind Schmerzen und Schwellungen an mehreren kleinen Gelenken. Besonders morgens können sich die Gelenke steif anfühlen. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter einer Schuppenflechte.

2. Ist Psoriasis-Arthritis heilbar?

Nein, die Krankheit ist nicht heilbar. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, ihr entgegenzuwirken und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

3. Ist Psoriasis-Arthritis ansteckend?

Nein, die Krankheit ist nicht ansteckend. Sie kann durch bestimmte innere oder äußere Einflüsse, wie Stress, mechanische Reize oder Infektionen, ausgelöst werden. Eine Veranlagung dazu ist erblich.

4. Was löst Psoriasis-Arthritis aus?

Bei jedem, der die Veranlagung in sich trägt, kann die Krankheit ausbrechen. Einflüsse wie beispielsweise Stress können sie begünstigen.

5. Hat die Psoriasis-Arthritis Einfluss auf die Lebenserwartung?

Wenn Betroffene auf gesunde Ernährung und Bewegung achten und ein normales Körpergewicht haben, ist ihre Lebenserwartung im Allgemeinen nicht verkürzt.

6. Kann die Psoriasis-Arthritis vererbt werden?

Die genaue Ursache der Psoriasis-Arthritis ist unbekannt. Neben Umweltfaktoren und dem Immunsystem scheinen auch erbliche Faktoren eine Rolle zu spielen.

7. Welchen Einfluss hat die Ernährung auf den Krankheitsverlauf der Psoriasis-Arthritis?

Bei Menschen mit Psoriasis-Arthritis hat das Körpergewicht Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf. Bei Übergewichtigen kann eine Gewichtsabnahme daher dazu beitragen, die Krankheitsaktivität zu verringern.

Unsere Angebote für Patienten

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Weitere Informationen

Angehörige von Fachkreisen finden hier weitere Informationen u. a. zu Ursachen, Symptomen, Krankheitsverlauf, Diagnose und Therapie der Psoriasis-Arthritis.
JANSSEN MEDICAL CLOUD | RHEUMATOLOGIE

Sie leiden zusätzlich zu Ihrer Psoriasis-Arthritis auch unter Schuppenflechte? Hier finden Sie hilfreiche Informationen zu dieser Erkrankung.
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Menschen mit Schuppenflechte finden bei der Selbsthilfegruppe Deutscher Psoriasis-Bund e.V. Gleichgesinnte zum Austausch über den Alltag mit ihrer Erkrankung. DEUTSCHER PSORIASIS BUND

Wenn Sie selbst eine Gruppe gründen wollen oder mehr über den Dachverbands unabhängiger Selbsthilfegruppen für Menschen mit Schuppenflechte, der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. (PSOAG), wissen möchten, sind Sie hier richtig.
PSORIASIS-SELBSTHILFE

Wer sich gerne online zu Rheuma-Erkrankungen wie der Psoriasis-Arthritis und deren Behandlung informieren möchte, ist hier richtig.
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Die Informationen, die wir Patienten zur Verfügung stellen, können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Zudem können wir aus gesetzlichen Gründen Patienten und sonstigen Laien im Sinne des Heilmittelwerberechts (§ 10 HWG) keine werblichen Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellen.